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Schnittschutzhose



Eine Schnittschutzhose und dazugehörige Arbeitsstiefel sind eines der wichtigsten Dinge bei Arbeiten aus denen schwere Verletzungen hervorgehen können, wie zum Beispiel im Forstbereich. Hier kann die dafür vorgesehene Forstbekleidung, bestehend aus Schnittschutzstiefel und Schutzhose sehr gute Dienste leisten und im Falle eines Falles schwere Verletzungen verhindern. Alleine schon aus diesem Grund sollte man der Schnittschutzhose und Schnittschutzstiefel mehr Beachtung widmen. Zudem bietet die Schutzbekleidung nicht nur mehr Sicherheit, sondern auch Komfort und ist bequem zu tragen.

Was ist eine Schnittschutzhose?

Bei Arbeiten mit der Kettensäge sorgt eine Schnittschutzhose für wesentlich mehr Sicherheit vor Verletzungen im Beinbereich, wie zum Beispiel die Pfanner Schnittschutzhose. Der vordere Beinbereich ist der gefährdetste Bereich im Umgang mit Kettensägen. Eine Pfanner Schnittschutzhose bietet genau da den richtigen Schutz, vom Knöchel bis zur Hüfte. Hier sind speziell Fäden eingearbeitet, welche sehr reißfest sind. Diese sehr langen, feinen Fäden sind lose verwebt und meist nur zwischen den Stoffschichten eingelegt. Berührt die Kettensäge die Hose, zerschneidet diese nur den oberen Stoff bis sie die Fäden aufnimmt. Diese blockieren die Säge innerhalb von Sekunden, da sich die Fäden um das Antriebsrad der Kettensäge wickeln. Bei einer Schutzhose gibt es verschiedene Materialien der Oberstoffe, je nach Einsatzzweck.

Wo, bei welchen Tätigkeiten, wird diese Bekleidung eingesetzt?

Die Pfanner Schnittschutzhose und die Arbeitsstiefel gehören neben einer entsprechenden Jacke, Helm und Handschuhe zur Standartausrüstung in der Forstbekleidung. Die Schnittschutzhose und die Schnittschutzstiefel kommen allgemein bei jeglichen Umgang mit der Kettensäge zum Einsatz, so kommt die Schnittschutzkleidung nicht nur als Forstbekleidung zum Einsatz. Je nach Art des Einsatzes kommt diese spezielle Bekleidung zum Beispiel auch bei der Feuerwehr zum Einsatz.

 

Wie ist eine Schnittschutzhose aufgebaut?

Wie auch bei den Schutzschuhen sind in dem Material der Schutzhose lange, reißfeste Fäden eingearbeitet. Bei Kontakt mit der Säge wird nur das Obermaterial zerschnitten. Sobald die Säge die Fäden erreicht, sorgen diese für eine Blockierung des Motors und bringen die Säge in Sekunden zum Stillstand. Diese Fäden sind an der Vorderseite der Beine eingearbeitet, der Stelle, welche am meisten gefährdet ist bei einer Verletzung. Für Arbeiter welche nicht täglichen Umgang mit der Kettensäge haben, gibt es Schutzhosen mit rundum Schutz. Bei dieser Klassifizierung der Schutzhose sind die Fäden komplett um die Beine eingearbeitet und nicht nur auf der Vorderseite.
Die oberste Stoffschicht kann aus verschiedenen Materialien bestehen, je nach anfallender Arbeit und Einsatzgebiet. Hier gibt es zum Beispiel Hosen mit Mikrofaser als Oberstoff. Dieser ist leichter, bietet aber dennoch die selbe Schutzwirkung.

Wie sicher sind Schnittschutzhosen?

Je nach Klassifizierung bieten Schutzhosen bis zu einer bestimmten Kettengeschwindigkeit Schutz vor Verletzungen. Hierbei muss gesagt werden, dass die Hosen nie zu 100 Prozent sicher sind. Auch das Alter der Hose und der Gebrauch spielen eine Rolle. Durch Wettereinflüsse, Schmutz, Harz und häufige Reinigungen setzen den Hosen zu. Hinzu kommt die Abnutzung und ganz normale Ermüdung des Materials. Sind die Schutzhosen täglich in Gebrauch, sollte man darauf achten diese lieber früher als später zu erneuern. Generell kann man sagen, dass nach etwa 12 bis 18 Monaten eine Schnittschutzhose gegen eine neue Hose ausgetauscht werden soll. Eine Reparatur an einer solchen Schutzhose sollte unterlassen werden, vor allem wenn es sich dabei um die Schutzeinlagen handelt. Hier wäre das Maximale eine Knopf neu anzunähen. Bei allen anderen Schäden an der Hose ist zu raten diese durch eine neue Schutzhose zu ersetzen, Sicherheit geht vor.

Was sind Schnittschutzklassen und wie ist die Unterteilung?

Die DIN EN 381-5 gibt vor, welche Anforderungen die Schnittschutzhose erfüllen muss. Teil 5 definiert speziell die Anforderungen an Beinschutz. Erfüllt die Schutzkleidung alle Anforderungen, trägt diese das Piktogramm „Schutz gegen tragbare Kettensägen“, das Zeichen „KWF-Gebrauchswert“ oder „KWF-Test“. Auf diese Zeichen sollte man beim Kauf einer Schutzhose achten.

Die Schutzhosen werden in folgende vier Klassen unterteilt:

Sägen mit einer Geschwindigkeit bis zu 16m/s Klasse 0
Sägen mit einer Geschwindigkeit bis zu 20m/s Klasse 1
Sägen mit einer Geschwindigkeit bis zu 24m/s Klasse 2
Sägen mit einer Geschwindigkeit bis zu 28m/s Klasse 3

Klasse 1 der Schutzhosen ist die Standardklasse. Man sollte sich genau informieren in Welcher Klasse die Kettensäge liegt und sich demnach die entsprechende Hose zulegen.

Es gibt neben den 4 Schutzklassen noch 3 Formen, in denen die Hosen unterteilt sind. Für professionelle Kettensägeführer bei typischen Arbeiten in der Holzernte gibt es die beiden Formen A und B. Bei diesen Schutzhosen liegt der Schutz im vorderen Bereich der Beine. Für Personen die eher wenig oder nur in Ausnahmesituationen zur Kettensäge greifen, sind Schutzhosen der Form C gedacht. Hier liegt der Schutz nicht nur im vorderen Beinbereich, sondern es gibt einen Rundumschutz für die gesamten Beine.